
Ausgabe 01|2026
Umweltbildung

Das Naturmagazin
Aus den Rubriken

Umweltbildung ist für alle da –
Beginnend mit der Wichtigkeit der Naturerfahrung für Kinder spannt Dr. Heike Molitor von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde den Bogen zu verschiedenen Konzepten, die durch ein nachhaltiges Miteinanderleben die gesamte Gesellschaft betreffen. // Foto: Heike Molitor

Natur und Kunst – Cecylia Malik
Die polnische Künstlerin hat symbolische Formen gefunden, um als Frau und Mutter gegen die Zerstörung der Natur zu protestieren. Polen – ihre Heimat – bleibt Zentrum für die Aktionen. // Foto: K. Wüstenhöfer

Schon mal was von RoggReis gehört?

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Editorial
LIEBE LESERINNEN UND LESER,
haben Sie es schon mitbekommen? In unseren Wäldern leben neuerdings Krokodile und in den Teichen tummeln sich Axolotls. Jedenfalls in der Vorstellung vieler Berliner Kinder, die das Ökowerk besuchen. Es ist gar nicht so selten, dass unseren Pädagoginnen auf die Frage, welche Tiere im Wald leben, Krokodile genannt werden. Ein gefundener Molch wird rasch als Axolotl bestimmt. Viele Kinder kennen die Tiere im Zoo genauer, als die in ihrer direkten Umgebung. Ich bin sicher, Ihre Kinder und Enkel wissen es besser. Hoffentlich.
Als mein Neffe elf Jahre alt war, gingen wir mit ihm im Wald spazieren. Wir stellten erstaunt fest, dass er nicht wusste, was ein Kiefernzapfen ist. Leider bringen immer mehr Kinder deutlich schwerwiegendere Defizite mit. Sie sind es nicht mehr gewohnt, über unebenes Gelände zu laufen und stolpern häufig. Hinzu kommen diffuse Ängste vor wilden Tieren, giftigen Pflanzen, Viren und Bakterien. Zum Glück betrifft dies nicht alle – aber es zeigt sich eine Tendenz. Und wer denkt, es ginge vor allem um Kinder aus bildungsferneren Haushalten, liegt falsch. Der Krankenkasse KKH zufolge leiden aktuell mehr als 311.000 der sechs bis 18-jährigen Mädchen und Jungen unter einer Beeinträchtigung der Motorik. Als Ursache nennt die KKH meist zu wenig Bewegung.
Wir erleben immer häufiger die Auswirkungen des früheren und steigenden Medienkonsums. Zum Gegensteuern hilft es, Zeit in der Natur zu verbringen. Sie regt die Kreativität an, hilft bei der motorischen Entwicklung und sorgt für eine bessere Konzentrationsfähigkeit. Was können Eltern tun? Zum Beispiel ihr eigenes Verhalten in Hinsicht auf die private Bildschirmzeit reflektieren. Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Wenn sie selbst es schaffen, das Handy zur Seite zu legen und einfach mal ohne Kaufabsicht spazieren zu gehen, fällt es auch den Kindern leichter. So können alle profitieren, denn auch uns Erwachsenen tut es gut, mal frische Luft zu tanken, ohne auf ein mobiles Endgerät zu starren.
Heidrun Grüttner
Geschäftsführerin Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin e.V.
Weitere Beiträge im Magazin

Für jeden ist etwas dabei
WEiterbildung im bEreich NAturschutz und NAchhaltigkeit
Neben klassischen Verbänden wie NABU oder BUND bieten auch andere Organisationen und Initiativen in Berlin und Brandenburg Kurse, Ausflüge usw. an. // Foto: J. Ehritt

















