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Ausgezeichneter Einsatz

Stiftung NaturSchuitzFonds Brandenburg hat ihren Landes-Naturschutzpreis vergeben

Seit nunmehr 20 Jahren zeichnet die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg richtungsweisende Leistungen im Bereich des aktiven, praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder auch in der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung aus. 32 Preisträgerinnen und Preisträger hat die Landes-Naturschutzstiftung seit 1998 geehrt. In diesem Jahr kamen zwei weitere dazu.

Trockene Wälder, Wiesen, sumpfiger Lärchengrund, Felder und Sandwege mit arteinreichen Rainen: Wo noch vor 20 Jahren Intensivacker klaffte, gedeiht heute der „Märkische Garten“. Anlässlich des 40. Jahrestages der Grund- und Oberschule „Maxim Gorki“ in Bad Saarow von Lehrerin Katharina Betke und Landschaftsplaner Heiko Betke initiiert, ist aus der Idee inzwischen ein lebendiges und komplexes Bildungsprojekt geworden. Auf dem 1,2 Hektar großen Areal begeistern Lehrerinnen und Lehrer ihre Schützlinge mit kreativen Ideen für die Natur und schlagen dabei Brücken zum Schulunterricht – ein Konzept, das die Stiftung in diesem Jahr mit ihrem Nachwuchsnaturschutzpreis des Landes ehrt.
Die Schülerinnen und Schüler entdecken hier die Spuren der Eiszeit, basteln mit natürlichen Materialien, lassen sich von ihrem Idyll zu Gedichten inspirieren und lernen, dass die Natur ihnen unheimlich vielfältige Möglichkeiten bietet. Allein aus einem Holunderstrauch gewinnen sie Farbe zum Malen, bauen Instrumente und stellen köstliche Aufstriche oder Saft her. Aber auch über traditionelle Arbeitsweisen und Techniken erleben die Kinder und Jugendlichen ihre Natur: So bauen sie zum Beispiel Kartoffeln und Obst an, gewinnen Holz, ernten Heu, und formen aus Ton Schmuckstücke, die ihren Garten zieren.   
Auch externe Schulklassen und andere – zum Teil sogar internationale – Gruppen haben den „Märkischen Garten“ für sich entdeckt. Dort finden Exkursionen und außerschulische Veranstaltungen statt. Im Rahmen des europäischen Commenius-Projekts konnten Pädagogen aus Frankreich, Ungarn, Litauen und der Türkei von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit fächerübergreifendem Unterricht lernen.
Der herausragende ehrenamtliche Einsatz des Vereins „Blühstreifen Beelitz e.V.“ gegen das Insektensterben im Land Brandenburg war ausschlaggebend, seine Mitglieder in diesem Jahr ebenfalls mit dem Landesnaturschutzpreis zu ehren. Insbesondere die landwirtschaftlich intensiv genutzte Spargel-Region Beelitz im Naturpark Nuthe-Nieplitz profitiert von der umfassenden Arbeit des Vereins, welche die Jury in ihrer Intensität und hohen Qualität als vorbildhaft und richtungsweisend für den aktiven ehrenamtlichen Naturschutz im Land Brandenburg bewertete.
Seit zwei Jahren engagiert sich der Verein „Blühstreifen Beelitz e.V.“ für bessere Bedingungen für Pflanzen und Tiere in Brandenburg. Im Fokus steht dabei die Anlage von Blühflächen in der Beelitzer Spargel-Region. Bereits neun größere Spargelbetriebe konnte der Verein von einer Zusammenarbeit überzeugen. Sie stellen für das Projekt unentgeltlich Flächen zur Verfügung. Auch zahlreiche Privatpersonen gewann der „Blühstreifen Beelitz e.V.“. So steigt die Zahl der Garten- und Grundstücksbesitzer, die ihre Flächen blütenreicher und insektenfreundlicher gestalten wollen.
Neben regionalen Akteuren konnte der Verein auch überregionale Mitstreiter für sich gewinnen: Aldi-Süd, Hipp und Wildkorn bezahlen Saatgut, um die Flächen der Beelitzer Spargelbauern zum Blühen zu bringen.
Zudem sensibilisiert und motiviert der „Blühstreifen Beelitz e.V.“ eine breite Öffentlichkeit für dieses wichtige Thema. Mit umfangreicher Netzwerkarbeit, vielfältiger Öffentlichkeitsarbeit und hohem Engagement spricht der Verein sowohl Landwirte und Gartenbaubetriebe als auch Kommunen und Privatpersonen an, berät sie und begleitet sie bei der Umsetzung. So schafft er die Grundlage für langfristige Akzeptanz und Verständnis für diese wichtige Problematik des Insektenschutzes.
Übrigens ist der Verein inzwischen auch in Berlin aktiv, wo derzeit eine Strategie zum Schutz und zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern entwickelt wird.

Carolin Trübe
Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg

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