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Auf zur Wahl

Kommunen bei Natur- und Umweltschutz stärken!

Am 26.5.2019 ist Kommunalwahl. Ein guter Grund, um sich die eigene Gemeinde auch aus Naturschutzsicht noch mal genauer anzusehen und mit den Kandidaten zur Kommunalwahl ins Gespräch zu kommen. Denn ein gutes Leben in der Stadt und auf dem Land hängt auch von der Artenvielfalt und attraktiven naturnahen Erholungsräumen ab. Hierbei können sich die Interessen von Stadtentwicklung und Naturschutz durchaus treffen und Synergien entwickeln. Insbesondere in der aktuellen Diskussion um das Insektensterben kann für den Artenschutz einiges durch eine naturnahe Flächenpflege erreicht werden. Innerstädtische Brachflächen sind häufig ein wahres Eldorado insbesondere für Wildkräuter, Insekten, Reptilien und Vögel. Für solche Kleinode heißt es, sich stark zu machen. Dabei sollte man den künftigen Gemeindevertretern auch deutlich machen, dass weniger Grünflächenpflege viele Vorteile bietet. Weniger mähen, weniger Ausgaben für Wechselbepflanzungen, weniger Kosten für die Bewässerung und Düngung der anspruchsvollen Zierpflanzen einerseits und mehr bunte Wildkräuter, mehr Nahrung für Insekten, Vögel und Fledermäuse sowie interessanteres Stadtgrün andererseits. Initiativen wie Kommunen für biologische Vielfalt oder Deutschland summt unterstützen solche Maßnahmen und können zum Aushängeschild wirklich lebendiger Gemeinden werden.

Aber auch bei vielen anderen Themen lohnt es sich, mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen und sich für mehr Umwelt- und Naturschutz einzusetzen. So z.B. für die Schaffung von Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter, die durch Sanierungsmaßnahmen immer stärker verdrängt werden, obwohl sie uns seit jeher als Frühlingsboten und Glücksbringer begleiten. Bäume und insbesondere Alleen sind für viele Tierarten wichtige Lebensräume uns sorgen in heißen Sommern für ein angenehmeres Stadtklima. Eine zukunftsfähige Flächennutzungs- und Bebauungsplanung muss zudem auch für die Gesundheit der Anwohner Umwelt- und Naturschutzaspekte intensiv mitdenken und die Versiegelung auf ein Minimum reduzieren.
Doch die Kommunen können nicht nur in den direkten Siedlungsbereichen besseren Artenschutz praktizieren, sondern durch den Schutz von naturnahen Erholungswäldern oder die Entwicklung gemeindeeigener Wildnisflächen auch das Umfeld interessanter und artenreicher gestalten. Das schafft lohnenswerte Naherholungsbereiche und spannende Ausflugsziele.
Regionale Wertschöpfungsketten und die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze reduzieren das Verkehrsaufkommen und verbessern damit auch die Luftqualität und schützen das Klima.
Wer mehr zu diesen Themen erfahren und mit seinen Kommunalpolitikern dazu ins Gespräch kommen möchte, erhält weitere Informationen und fachliche Unterstützung unter www.nabu-bb.de.

Christiane Schröder
Geschäftsführerin des NABU Brandenburg

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