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Ausgabe 1/2019

Kies soll Panke und Laasker Bach festhalten

Wasserbauarbeiten mit EU-Fördermitteln

Um die Gewässersohle zu stabilisieren und mehr Strukturen in den Gewässern zu schaffen, hat das Team des Projekts „LIFE Feuchtwälder“ der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg Kiesschüttungen in die Panke und in den Laasker Bach einbringen lassen. An mehreren Stellen zwischen Putlitz und Groß Pankow rollte dafür im Herbst ein Bagger.

Es war zwar nur ein Mini-Bagger, der durch das Einzugsgebiet der Stepenitz kroch, aber der war für die Filigranarbeit in den schmalen Fließen genau richtig: Mit viel Ge-fühl für das Detail verteilten Fachleute der Dessauer Firma BSD an neun Stellen in der Panke und an sechs Stellen im Laasker Bach insgesamt 241 Tonnen Kies auf die Soh-len der Gewässer. Wo nötig, wurde zusätzlich zur Harke gegriffen, um die Steine am Boden zu verteilen.
Längere Abschnitte von Panke und Laasker Bach wurden ehemals begradigt und künstlich vertieft. Janine Ruffer, Wasserbauexpertin vom „LIFE-Feuchtwälder“-Team der Landesnaturschutzstiftung, erklärt den Hintergrund der Bauarbeiten: „Der einge-brachte Kies soll die Gewässersohle festhalten und stabilisieren. Wenn sich die Fließ-gewässer zu tief in die Landschaft einschneiden, geht irgendwann die Grundwasser-verbindung zu den angrenzenden wertvollen Auenlandschaften verloren. Die Auen verlieren das lebenswichtige Nass und sterben. Dies sollen die Kiesschüttungen ver-hindern.“
Auch der vor Ort beratende Landesanglerverband, der zuvor die Bauabschnitte kontrol-liert und die gefangenen Fische umgesetzt hatte, war sehr zufrieden: Fische wie Forel-le, Elritze, Groppe und andere profitieren nach Abschluss der Arbeiten von der größe-ren Strukturvielfalt in den Gewässern. Die Maßnahme, die im Rahmen der Gewäs-serunterhaltung stattfand, war überdies mit den zuständigen Behörden im Landkreis Prignitz abgestimmt.
Eingebunden sind die Wasserbauarbeiten in das mehrjährige, von der europäischen Union geförderte Projekt „LIFE Feuchtwälder“. Bis 2022 kümmert sich darin die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und Dahme-Spreewald um Auen- und Moorwälder. Um diese bedrohten Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln, setzt das Team von „LIFE Feuchtwälder“ zahlreiche Maßnahmen um: So werden zum Beispiel Altarme wieder angeschlossen und Flutrinnen geöffnet. An ausgewählten Punkten wird das Projekt die touristische Entwicklung begleiten: Wegerouten, Infotafeln und Wasserwanderrastplätze sollen den Auwald zugänglicher und seine Schönheit erlebbar machen.

Marc Thiele
Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg

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