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Ausgabe 2/2018

Vögel Beobachten – aber richtig!

Was braucht es für die Beobachtung von Vögeln der Agrarlandschaft?

Wer Vögel in ihrer natürlichen Umgebung erleben möchte, braucht vor allem Zeit, Geduld und ein bisschen Glück. Wer noch nicht so viel Erfahrung hat, kann sich bei den Ornithologen vor Ort – NA-BU-Ortsgruppen bieten sich dafür an – informieren und an Exkursionen teilnehmen. Naturschutz-stationen sind ebenfalls gute Anlaufstellen für weitere Tipps. Aber auch auf eigene Faust sind Be-obachtungen möglich. Es ist hilfreich, sich zu überlegen, welche Arten einen persönlich interessie-ren und wo, bzw. wann diese anzutreffen sind. Bevorzugt die Art eher trockene oder eher feuch-tere Lebensräume? Singt sie am Morgen, am Tag oder doch in der Nacht? Verbringt sie den Winter in Afrika? Diese Fragen sind bei der Wahl des Beobachtungs(zeit)punktes entscheidend. Im Früh-ling und Frühsommer sind viele Arten während der Balz gut zu sehen und oft noch besser zu hören. Ob Schauflüge von Wiesenweihe und Kiebitz, Balz der Großtrappen oder Gesang von Feldlerche und Wachtelkönig – es gibt viele Möglichkeiten, den Vögeln näher zu kommen. Etwas später im Jahr lassen sich beispielsweise Weißstörche und Schwalben bei ihrem Nestausbau und der Jungen-aufzucht betrachten. Im Herbst beeindrucken Jahr für Jahr die Ansammlungen von Kranichen und Gänsen aufs Neue. Und im Winter? Auch da kommen Vogelfreunde nicht zu kurz: Silberreiher und Singschwäne verzaubern ihre Beobachter. Aufmerksam unterwegs, sind somit über das ganze Jahr verteilt spannende Erlebnisse garantiert.

Um bei den beobachteten Tieren nicht für Aufregung zu sorgen, ist es wichtig, deren jeweilige Fluchtdistanz zu respektieren, bei Kranichen und Gänsen sind es beispielsweise ca. 200 Meter. Ein Fernglas mit einer 8 bis 10-fachen Vergrößerung ist daher unverzichtbarer Begleiter eines jeden Vogelfreundes (mehr zum Thema „Fernglas“ in nm 1/2017). Bequem und störungsfrei lassen sich Vögel von Beobachtungstürmen aus betrachten. Wo solche in Brandenburg zu finden sind, verrät unter anderem eine Karte des NABU Brandenburg. Unter https://brandenburg.nabu.de/imperia/md/content/brandenburg2/beobachtungst__rme_brandenburg_web.pdf steht sie zum Download bereit.
Sehr gute Hinweise für Vogelbeobachtungen bietet auch das Buch „Vögel beobachten in Ost-deutschland“ von Christian Wagner und Christoph Moning. Das in 2. Auflage 2013 im Kosmos Verlag erschienene Buch informiert auf 424 Seiten und über 180 Gebietskarten über die orkommenden Arten sowie über Anreise, Beobachtungsmöglichkeiten, günstige Routen und weitere Informati-onsmöglichkeiten. GPS-Koordinaten runden die Kapitel ab. Preis: 29,99 Euro.
Ulrike Pohl

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