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Liebe Leserinnen und Leser,

seit 25 Jahren informiert Sie das naturmagazin über die Natur in der Region Berlin/Brandenburg. Mit einem neuen Auftritt im Web und frischem Layout der Printausgabe möchten wir Sie zu weiteren Naturerlebnissen animieren. Neu ist auch die Kommentarfunktion, die Ihnen von nun an bei jedem Beitrag zur Verfügung steht. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!

Ihre naturmagazin-Redaktion

 


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Ausgabe 2/2012

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

nie zuvor in der Geschichte der Menschheit wussten wir so gut über die Folgen eines „Weiter-so“ Bescheid wie heute. Wir wissen genau, wie sehr das Leben auf unserem Planeten bedroht ist, wenn wir unseren Lebensstil nicht radikal ändern. Worum es in diesen Zeiten des globalen Umbruchs geht, ist ein Paradigmenwechsel, um wegzukommen von der Rücksichtslosigkeit des globalen Naturverbrauchs, hin zu einer Kultur der Bescheidenheit. Dieser Geist sollte von uns, von Deutschland, von Europa ausgehen. Er sollte von dorther kommen, wo auch der Ungeist der Weltausbeutung seinen Lauf genommen hat. Dies ist die Herausforderung und die neue Friedensbewegung in einer Phase, wo wir die Grenzen des Wachstums und die Grenzen des Machbaren längst überschritten haben.

Betrachten wir unsere wirre Zeit aber nicht als Unglück, sondern als Aufbruch in vielfältige neue Lebensqualitäten. Auch wenn es keinen Aufstieg mehr geben wird, könnte doch eine neue Weltkonjunktur der Bescheidenheit entstehen, deren Kraft nicht im Bruttosozialprodukt gemessen wird, sondern im Glück der gesamten Menschenfamilie und im Fortbestand der Schöpfung zum Ausdruck kommt.

Umbruchzeiten verlangen nach Aufrichtigkeit – auch im Zusammenhang mit der Energiewende. Den Menschen muss ehrlich gesagt werden, dass sie nicht umsonst zu haben ist, sondern uns Einsicht, Anstrengungen und Geld abverlangt. Jetzt ist die Zeit gekommen, dem rückwärtsgerichteten Ungeist der brüchig gewordenen Wachstumsgesellschaft ein zukunftsfähiges Konzept der Gesundung von Staatshaushalt und Naturhaushalt entgegenzusetzen.

Dies sind zwar große Visionen, die ein großes Quantum an Hoffnung voraussetzen. Doch gilt auch hier die Weisheit von Vaclav Havel: „Hoffnung ist eben nicht Optimismus, es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.“ In diesem Sinne ist Hoffnung auch stets der Motor des Naturschutzes, speziell des ehrenamtlichen. Ohne sie wären Artenschutzprojekte, wie die zur Rettung des Schreiadlers oder auch der Wiesenweihe, kaum möglich. Hoffnung wird aber auch von den Herausgebern einer Zeitschrift benötigt, speziell, wenn diese sich neu orientiert und ihre Leserschaft für Natur und Naturschutz begeistern will – weil es eben Sinn macht.

Ihnen wünsche ich nun viel Freude bei der Lektüre des neuen Naturmagazins – den Herausgebern und der Redaktion des Naturmagazins wünsche ich weiterhin viel Erfolg.

Hubert Weinzierl

Präsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR)

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