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Ausgabe 1/2018

Papier-Ausstellung im Ökowerk Berlin

Netzwerk "Papierwende" informiert über Folgen des Papierverbrauchs und gibt wertvolle Ratschläge

Vom 5. März bis 14. Mai präsentiert der Ökowerk Berlin e.V. in der Waldhalle des alten Wasserwerks am Teufelssee die Wander-Ausstellung "Papier – aktiv für Wald- und Klimaschutz". Die Ausstellung richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse und an Erwachsene. Besucht werden kann sie während der regulären Öffnungszeiten zwischen 11.00 und 16.00 Uhr, bzw. ab dem 25.3.2018 von 12.00 bis 18.00 Uhr. Ökowerk-Mitarbeiterin Bettina Funke sprach mit Inga Böttner vom Freilandlabor Britz über die Entstehung der Ausstellung und deren Botschaft.

Was war euch bei der Konzeption dieser optisch sehr ansprechenden Ausstellung besonders wichtig?

Inhaltlich wollten wir das Thema Papiersparen noch stärker in den Fokus rücken. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegen wir in Deutschland weltweit an vierter Stelle. Umweltverbände fordern deshalb schon lange, dass Deutschland seinen Papierverbrauch halbieren muss. Zehn von insgesamt 22 Roll-Ups stellen ganz konkrete „Brennpunkte“ der Papierverschwendung dar, etwa den ausufernden Versandhandel, den stark gestiegenen Hygienepapierverbrauch und natürlich die Pappbecherflut. Sie geben aber auch Tipps, was wir dagegen machen können.
Bei der Gestaltung waren uns kurze prägnante Titel und Texte und aussagekräftige Bilder wichtig. Einiges hat unsere Grafikerin gleich selbst gezeichnet! Und dann gibt es natürlich auch noch „Karl den Karton“. Das ist ein sprechender Pappkarton, der – ursprünglich als Handpuppe konzipiert – uns nun auch als Grafik mit seinen Fragen und Erklärungen durch die Ausstellung begleitet.

Was können die Besucher "mitnehmen"?

Wir wollen jeden dazu ermutigen, aktiv zu werden. Die Probleme sind meistens schon bekannt, werden aber oft nicht angepackt. Hier eine Auswahl unserer konkreten Tipps: Mehrwegbecher statt Pappbecher benutzen, Versandhändler mit Mehrwegboxen wählen oder mal wieder im Laden einkaufen, kluge digitale Funktionen für Büro und Zuhause planen, Tauschbörsen ins Leben rufen, die eigene Verbrauchermacht wahrnehmen und bei Händlern, Versicherungen, Banken und Co. Veränderungen anmahnen, usw.

Welche Tafeln liegen Dir besonders am Herzen?

Die Tafeln "3" und "4". Sie zeigen, wo unser Papier „wächst“ und welche Folgen das in den Herkunftsländern hat. Ich finde es wichtig, sich zu erinnern, dass sich unser Handeln auf der ganzen Welt auswirkt. Unser Hunger nach Papier ist mitverantwortlich für den Verlust von Wäldern und Urwäldern, für Landrechtsverletzungen und Vertreibungen, für die Ausdehnung von Plantagen und für die Intensivierung der Forstwirtschaft. Robin Wood e. V. und Rettet den Regenwald e. V. haben uns außerdem Fotos zur Verfügung gestellt, die für sich sprechen.

Herausgeber der Ausstellung ist die "Papierwende". Was verbirgt sich dahinter?

Die Papierwende Berlin ist ein Netzwerk aus 16 Berliner Umweltzentren und -verbänden und der BSR. Wir wollen über den immensen Papierverbrauch und seine Folgen aufklären und bieten Information und Beratung zu einer Papierwende in Schule, Alltag und Büro.
Unser Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit mit Schulen. Knapp hundert Schulklassen nehmen jährlich an unserem spannenden und handlungsorientierten Unterricht zum Thema „Papier und Wald“ teil. Hinzu kommen Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, die wir diesbezüglich fortbilden. Seit 2011 wird unsere Arbeit durch Trenntstadt Berlin gefördert. Ohne diese Mittel hätten wir beispielsweise diese Ausstellung nicht realisieren können.

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