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Liebe Leserinnen und Leser

seit 30 Jahren informiert Sie das naturmagazin über die Natur in der Region Berlin/Brandenburg. Mit einem neuen Auftritt im Web und frischem Layout der Printausgabe möchten wir Sie zu weiteren Naturerlebnissen animieren. Neu ist auch die Kommentarfunktion, die Ihnen von nun an bei jedem Beitrag zur Verfügung steht. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung!
Ihre naturmagazin-Redaktion


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie die neue Ausgabe des naturmagazins in den Händen halten, wird Brandenburgs erste Wolfsverordnung vermutlich schon einige Tage in Kraft getreten sein. Nur wenige Wochen zuvor wurde Ende 2017 Brandenburgs erster Tierschutzplan vorgestellt. Viel länger hat bereits die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union Bestand. Was sie alle miteinander verbindet, ist ihr Bemühen, unterschiedliche Interessenslagen zu vereinen: die von Naturschützern und Landnutzern ebenso wie die von Tierschützern und Tierhaltern. Nicht zwangsläufig müssen sich diese widersprechen, wie beispielsweise die aktuellen Abstimmungen zwischen Pferdehaltern und Naturschützern zeigen. Manchmal sind die Schnittmengen sogar größer als zuvor gedacht. Um sie zu erkennen, ist es aber wichtig, einander zuzuhören. Das gilt – vielleicht sogar besonders – auch für die Politik. Beispielsweise dann, wenn es darum geht, in Gesprächen mit Naturschützern und Landwirten schon heute den Rahmen für die 2020 beginnende nächste Förderperiode europäischer Agrarpolitik abzustecken. Denn obwohl viele Landwirte glaubhaft ihre emotionale Bindung zur "Scholle" versichern, bleibt die intensive Landwirtschaft dennoch seit Jahren ein unbestrittener Hauptverursacher des voranschreitenden Artenrückgangs. Mit der konsequenten Umsetzung seines Tierschutzplans – ein Resultat des erfolgreichen Volksbegehrens gegen Massentierhaltung – könnte sich Brandenburg nun auch außerhalb europaweiter Regelwerke einen wichtigen Schritt in Richtung Tierwohl und Naturschutz bewegen. Wer sich erfolgreich für Naturschutzbelange einsetzen möchte, sollte von den Zusammenhängen in der Natur wissen. Sie zu vermitteln, war schon immer ein Ziel des naturmagazins. In der aktuellen Ausgabe haben wir uns den Frühblühern gewidmet. Sie sind eben nicht nur hübsch anzuschauen, sondern gerade für viele Insekten von großer Bedeutung. Seien Sie gespannt! Ihr Christof Ehrentraut


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